Christfried Brödel stammt aus einem sächsischen Pfarrhaus. Nach dem Abitur Mathematikstudium in Leipzig, parallel kirchenmusikalische Ausbildung, Tätigkeit als Mathematiker in zwei Leipziger Forschungsinstituten, Promotion in Mathematik 1982. Erster Kantorendienst mit 14 Jahren, musikalische Ausbildung parallel zum Mathematikstudium, Kirchenmusik-Examen 1984 in Dresden und Halle. Ab 1984 Landessingwart der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, 1988 Direktor der Kirchenmusikschule Dresden, seit 1992 Professor für Chorleitung und Rektor der Hochschule für Kirchenmusik Dresden.
Seit 1981 Leiter der Meißner Kantorei 1961, eines überregionalen Chores, der sich besonders zeitgenössischer Musik widmet.
1994 Ehrenpromotion in Musik, 2001 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, 2006 Verleihung der Johann-Walter-Plakette des Sächsischen Musikrats.
Leitung zahlreicher Kurse und Seminare sowie von sieben Bachakademien in Rumänien und drei in der Ukraine im Auftrag der Neuen Bachgesellschaft und in Zusammenarbeit mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart.
Rege Konzerttätigkeit mit der Meißner Kantorei 1961 (zahlreiche Ur- und Erstaufführungen) und dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik Dresden, CD-Aufnahmen und Rundfunkaufzeichnungen.
Konzertreisen mit den von ihm geleiteten Chören in viele Gegenden Deutschlands sowie nach Rumänien, Holland, Estland, Lettland, Frankreich, in die Schweiz, nach Tschechien und nach Polen.
1999, 2003 und 2006 wurde er als Dirigent einer Schütz-Woche nach Südafrika gerufen, 2006 und 2008 leitete er als Gastdirigent jeweils mehrere Aufführungen der Matthäuspassion J. S. Bachs in Houston/Texas.