Hochschule für Kirchenmusik Dresden - Kantatenprojekt

Johann Pachelbel wurde 1653 in Nürnberg geboren. Er fiel schon früh durch seine musikalische und wissenschaftliche Begabung auf. Pachelbel studierte in Nürnberg, am Gymnasium Poeticum zu Regensburg, 1673 ging er nach Wien.

Er wurde 1677 Hoforganist in Eisenach und lernte dort die Familie Bach kennen. 1678 wechselte er als Organist an die Predigerkirche nach Erfurt, hier gab er dem älteren Bruder Johann Sebastian Bachs, Johann Christoph Bach, Orgelunterricht.

Pachelbel wechselte 1690 nach Stuttgart in die Dienste der Herzogin Magdalena Sibylla. Bereits 1692 floh er vor einer drohenden französischen Invasion nach Nürnberg. Im Anschluss daran wirkte er als Stadtorganist in Gotha. 1695 ging er zurück in seine Heimatstadt Nürnberg, wo er Organist von St. Sebald wurde. Hier starb er 1706 im Alter von 52 Jahren.

Sein kompositorisches Schaffen umfasst v.a. Choralbearbeitungen, freie Orgel- und Clavierwerke und einige Triosonaten, aber auch zahlreiche Vokalwerke, mit und ohne instrumentaler Begleitung.

Eine dieser Kompositionen ist die Kantate “Jauchzet dem Herrn alle Welt“, die ursprünglich als Neujahrskantate entstand, aber auch zu allgemeinen Anlässen als Ausdruck des Lobes und Dankes an Gott Verwendung finden kann, so wie es in unserem Projekt der Fall ist.

Der Eingangssatz verwendet die Eröffnungsworte von Psalm 100, die weiteren Sätze bringen frei gedichtete Worte, die in arienhaften, wie auch strophenförmigen Sätzen Verwendung finden. Hier stehen Situationen der Bedrückung und Bedrohung der Danksagung für die Bewahrung während solcher Zeiten gegenüber. Der abschließende motettische Chorsatz bringt mit seinen konzertierenden Elementen und überschwänglich lobenden Psalmworten noch einmal den am Beginn geäußerten Dank zum Ausdruck. ER nimmt sich unser an, Halleluja!